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Werlwallfahrt: kfd-Frauen fühlen sich gestärkt und ermutigt

< Libori-Montag in Weiß - starkes Zeichen für geschlechtergerechte Kirche
11.09.2019

„Wir fühlen uns darin bestärkt, unseren eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen und für unsere Meinungen einzustehen“, bekräftigten viele Pilgerinnen, dass sie in der kfd gut aufgehoben seien. In der ersten Septemberwoche folgten hunderte Frauen aus dem ganzen Bistum der Einladung des kfd-Diözesanverbandes zur beliebten Marienwallfahrt nach Werl. Starke spirituelle Akzente prägten die Bußandacht, den Gottesdienst mit Eucharistiefeier und die Lichter-Prozession.

Nach dem Weggang der Franziskaner bilden seit Anfang September der Wallfahrtsleiter Pfarrer Dr. Gerhard Best, Pfarrer Stephan Mockenhaupt und mit der Gemeindereferentin Ursula Altehenger zum ersten Mal eine Frau das Führungsteam. „Sie sind unsere erste große Gruppe“, begrüßte Altehenger die Frauen zur Bußandacht. „Wir planen neue Impulse in der Frauenseelsorge“, erläuterte sie die Arbeit im künftigen Wallfahrtszentrum.

Präses Roland Schmitz, die Vorsitzende Katharina Brechmann und Marita Brall vom Diözesanleitungsteam überraschten die Besucherinnen mit der Legende vom "Streik der Madonnen" vor der „verhüllten“ Madonna. Inhaltlich geht es darum, dass sich alle Madonnen auf den Weg machen, weil sie sich in der von Männern dominierten Kirche nicht mehr wohl fühlen. Mit den Regeln der Kirche in den Händen hört sich der Heilige Vater in Rom die Sorgen der Demonstrierenden an. Es wird kalt und dunkel. Der Himmlische Vater erlöst sie aus ihrem Dilemma. Er empfängt sie in humorvoller Stimmung und fordert sie auf, ihre wichtigen Plätze einzunehmen, um die weibliche Seite seines Wesens zu verkünden. Die „Erdenfahrt Mariens“ erlebten die kfd-Frauen „hautnah“ mit der Enthüllung der Madonna, hell aufflammendem Licht in der Basilika und jubilierenden Orgelklängen.

In seiner Predigt im Gottesdienst griff Diözesanpräses Roland Schmitz das Thema auf. Mit Blick auf die Aktion Maria 2.0 und die bundesweite kfd-Verbandsoffensive für eine geschlechtergerechte Kirche machte er deutlich: „Wir sollten nicht falsche oder richtige Auffassungen gegeneinander stellen, sondern uns bemühen, im Gespräch zu bleiben.“

Katharina Brechmann las einen Brief vor, wie ihn Maria heute schreiben würde. Darin bittet die Gottesmutter, das Bild, das viele von ihr haben, zu überprüfen. Sie zeigt Verständnis für zögerliches Abwägen. Am Ende gelte es jedoch, sich durchzuringen und Entschiedenheit zu zeigen.

Dr. Gerhard Best eröffnete den Gottesdienst: „Ich freue mich, so viele Frauen begrüßen zu können.“ Er berichtete, sein Vorgänger Pater Ralf Preker hätte das neue Team ermuntert: „Die Franziskaner gehen, die Mutter Gottes bleibt. Sprechen Sie neue Pilger an und gehen Sie andere Wege.“ Es gäbe bereits Überlegungen, so nannte der Wallfahrtsleiter einen „Trostweg“ im Klostergarten. Gern würde das Wallfahrts-Team den Bereich mit Ideen aus den Reihen des Paderborner Diözesanverbands marianischer gestalten. In den kommenden zwei Jahren sei das Kloster erst einmal eine Baustelle, kündigte er an. „Es ist noch hell, aber gibt es da draußen nicht so manche Finsternis? Wir tragen das Licht von Christus in unserer Mitte“, bezeugte er den tiefen Sinn der Prozession mit zahllosen brennenden Kerzen kurz nach 18 Uhr. Das Leitwort der Wallfahrt lautet in diesem Jahr “Herr, wohin sollen wir gehen?“

Wer Fotos von der kfd-Diözesanwallfahrt anschauen möchte, klickt hier.


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